Stadtkirche am Abend: Kirche und Jugendliche - Textbeiträge

Wortbeiträge Jugendlicher zum Thema Kirche und Glaube bei der Stadtkirche am Abend am 16. November 2014 in Schorndorf

Was ist mir wichtig? Was wäre schön?


• Meine Familie ist mir wichtig.
• Meine Freunde sind mir wichtig.
• Es wäre schön, sorgenfrei zu sein und eine Zukunft zu haben.
• Spaß und Ausgelassenheit ist mir wichtig – und Geborgenheit
• Ich wünsche mir, dass ich mich wohl fühle in dem, wie man lebt. Ich suche nach einer Lebensform, die mich ausfüllt und die mich glücklich macht.
• Gesundheit und Harmonie sind mir wichtig  - und weniger lernen.
• Ich wünsche mir einen guten Schulabschluss und Erfolg im Beruf.
• Ich wünsche mir, dass man mit mir richtig umgeht und ich akzeptiert werde so wie ich bin.
• Ich wünsche mir, dass es allen Menschen auf der Welt gut geht.
• Ich wünsche mir mehr Zeit außerhalb der Schule.
• Ich wünsche mir eine Welt voll Nächstenliebe und Akzeptanz.
• Es wäre schön, eine richtige Familie zu haben.
• Was finde ich in meinem Leben wichtig? Mich jeden Tag an Kleinigkeiten freuen zu können. Zu wissen, dass alles seinen Grund hat wie es passiert. Anderen Menschen zu helfen. Alle sollten im Einklang leben, auch mit der Natur, denn das ist eins der Geschenke, die wir von der Schöpfung bekommen haben. Was wäre schöne? Wenn die Menschen aufwachen würden.

 

Was ist der Glaube für mich? Welche Rolle spielt er in meinem Alltag?

• Ich glaube, dass es eine Art „Kraft“ gibt, die uns hilft, jeden Tag neu aufzustehen, unsere Ziele zu erreichen, überhaupt zu leben. Aa einen Gott im biblischen Sinn zu glauben finde ich schwer.
• Ich glaube an Wunder und an Schicksale.
• Glaube ist für mich zu wissen, dass es jemand gibt, der immer da ist und zu dem ich immer reden kann.
• Früher habe ich abends immer gebetet.
• Ich glaube an das Gute im Menschen.
• In schlechten Zeiten, merkt man, wie wichtig es ist, etwas zu haben, an dem man sich festhalten kann – auch wenn man ab und zu zweifelt.
• Ich persönlich glaube leider nicht sehr aktiv. Dennoch glaube ich, dass Gott existiert und bete  – wenn auch selten.
• Wenn es einen Beweis gäbe, würde ich an Gott glauben.
• Ich glaube an Gott, nehme ihn im Alltag aber leider nicht wahr.
• Ohne den Glauben hätte ich vieles im Alltag nicht geschafft.
• Ich glaube an jemand, der nach dem Tod auf mich aufpasst.
• Glaube ist für mich etwas sehr Individuelles und Persönliches.
• Glaube ist für mich das Wissen, dass alles gut wird und dass alles ist, genau so wie es ist. Wir SIND einfach – und das ist alles. Wir machen die Dinge, die wir machen, um zu lernen um zurückzufinden zu „Gott“, zu der bedingungslosen Liebe und dem Licht, das wir in uns tragen. Glaube ist das, was passiert, wenn wir in Not sind. Es ist unser Halt und unsere Hilfe im Leben.

 

Wie erlebe ich die Kirche und den Glauben, den sie vermittelt? Wie geht es mir mit Bibeltexten?

• Ich sehe, dass die Kirche vielen Menschen hilft, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen und ihnen Kraft spendet. Ihre Gebote tun der Gesellschaft gut. Aber viele Ansichten finde ich veraltet.
• Die Kirche erscheint mir manchmal als eine veraltete Institution. Ich fühle mich von der Kirche oft nicht ernst genommen.
• Wenn ich ehrlich bin gehe ich sehr selten in die Kirche. Ich finde es schwer, mich mit ihrem Glauben zu identifizieren.
• Ich erlebe Kirche so, dass sie Probleme immer totschweigt und nach außen immer eine heile Welt vorspielt.
• Ich finde die Kirche eigentlich gut so wie sie ist.
• Ich erlebe die Kirche als sehr weltfremd. Sie vermittelt Dinge, an die ich nicht glauben kann.
• Die Kirche macht fast alles für ältere Menschen. Sie schafft es fast nicht, Jugendlichen den Glauben verständlich zu vermitteln.
• Ich finde es manchmal blöd, dass man immer gesagt bekommt: „Gott liebt dich“ – in jeder Andacht. Klar ist das so und daran halte ich mich auch. Doch ich würde auch gern mal was anderes über Gott hören außer „er ist immer bei dir“, „du kannst immer zu ihm kommen“…
• Ich glaube nicht, dass alle Bibeltexte stimmen.
• Wenn ich an Kirche denke, denke ich an komische Gerüche, an Orgel und an Friedlichkeit.
• Ich erlebe die Kirche als aufdringlich. In dem Sinn, dass es nur so richtig ist, wie die Kirche glaubt. Festgefahren.
• Ich werde irgendwie ruhiger in der Kirche, kann ablegen, zu mir selber kommen…
• Mir gefällt an der Kirche, dass alle rein passen - keiner muss draußen bleiben.
• Kirche ist für mich wie Licht im Dunkel. Wie eine Kerze. Sie gibt mir Hoffnung.
• Ich spüre in der Kirche, dass es etwas Größeres gibt, was mein Denken übersteigt; etwas, was unerreichbar ist – und doch existiert….

 


Was wünsche ich mir von der Kirche? Was müsste anders sein, anders werden?

• Die Kirche müsste entspannter sein, keine so altmodischen Gottesdienste.
• Die Bibel sollte überarbeitet werden und die sexistischen, homophoben und sonstige Hass vermittelnden Teile entfernt werden.
• Die Pfarrer müssten ihre Predigtweise ändern.
• Ich wünsche mir von der Kirche, dass sie es schafft, moderner zu werden, dass sie weltoffener wird. Dazu helfen Aktionen, die alle Menschen anregen…
• Oft sind in Kirchen nur solche Menschen, die christlich veranlagt sind. Das wirkt manchmal abschreckend, um sich zu engagieren und die Kirche in meinem Leben richtig zu verankern.
• Ich wünsche mir manchmal in der Kirche Momente, wo ich für mich sein kann. Ein Ort für Gebete, wie ein Zufluchtsort.
• Ich wünsche mir, dass die Kirche mehr aktuelle Themen aufgreift, auch von uns Jugendlichen, und dass sie damit umgeht und handelt.
• Ich wünsche mir mehr Medien im Gottesdienst.
• Ich wünschte mir nicht so lange Predigten, sondern mehr Tipps für das Leben.
• Die Kirche sollte sich viel klarer positionieren.
• Ich würde viel mehr beschwingte Lieder singen anstatt nur die Lieder aus dem Gesangbuch.
• Die Gottesdienste sind einfach zu steif und zu langatmig.
• Ich finde es faszinierend dass es so weit verbreitet ist, dass Himmel und Erde zusammengehören.
• Ich fände es schön, wenn es einfach eine Zusammenkunft geben würd, wo alle Menschen kommen können. Im Prinzip wie die Kirche, nur nicht als das betitelt. Die Themen müssten alltäglich sein, jeder sollte etwas sagen dürfen – was einen bewegt oder unglücklich macht – und es sollte so sein, dass alle sich gegenseitig dabei helfen, ihre Probleme zu lösen. Natürlich ist es wichtig, über „Gott“ zu sprechen und uns immer wieder bewusst zu machen, was wir hier überhaupt erleben dürfen, was für wunderbare Geschenke wir bekommen haben wie z.B. unseren Körper oder die Pflanzen und Bäume etc. Die Kirche sollte nicht so sehr an der Bibel „festhalten“. Und alles müsste individueller werden. Keine festgesetzten Zeiten wie z.B. der Sonntag von 10 bis 11 Uhr. Es sollte den ganzen Tag „offen“ sein und „Gottesdienst“ gehalten werden. Außerdem sollte Nächstenliebe nicht nur gepredigt werden, sondern auch gelebt.

 

 

 

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