Seid 20 Jahren fürs Karlsstift aktiv

Der Verein der Freunde und Förderer feiert ein kleines Jubiläum / Bindeglied zur Kirchengemeinde und zur Stadtgesellschaft

Schorndorf. Wer über Jahre hinweg ohne großes Aufhebens Gutes tut wie der Verein der Freunde und Förderer des Karlsstifts, der darf anlässlich eines Jubiläums auch mal etwas ausführlicher darüber reden. Sein 20-jähriges Bestehen feiert der Förderverein in diesem Jahr, und in diesen zwei Jahrzehnten ist, wie Pfarrerin Eisrich als Vorsitzende, Kassiererin Gisela Bauer und Heimleiterin Hannelore Gogolinski wissen, ganz viel geleistet und erreicht worden.

Die beiden Letztgenannten Gisela Bauer, die auch im Aufsichtsrat der Zieglerschen sitzt, die seit der Fusion mit dem Verein für evangelische Altenheime Träger des Karlsstifts sind, und Hannelore Gogolinski, schon seit 26 Jahren im Haus, waren dabei, als der damalige Vorsitzende des Vereins für evangelische Altenheime, Walter Irion, mit Blick auf die im Jahr 2000 anstehende Generalsanierung des Karlsstifts die Idee hatte, für jedes Haus einen Förderverein zu installieren. Der fürs Karlsstift hat heute 93 Mitglieder und wird geführt von einem dreiköpfigen Vorstandsteam, dem außer der Vorsitzenden und der Kassiererin formal auch noch der gesundheitlich angeschlagene Walter Irion als 2. Vorsitzender angehört und der von einem Ausschuss unterstützt wird, in dem qua Amtes auch Hannelore Gogolinski vertreten ist.

Mobilisierende Aktivitäten und Beitrag zur Wohlfühlatmosphäre

"Wir verstehen uns als Bindeglied zwischen dem Haus auf der einen und der Kirchengemeinde und der Stadtgesellschaft auf der anderen Seite“, sagt Stadtkirchen-Pfarrerin Dorothee Eisrich, aus deren Sicht es nicht nur gut geführte Heime, sondern – und zwar sowohl für die Bewohner als auch fürs Personal – „das Gefühl, nicht alleingelassen zu sein“, braucht. Und so reicht das vom Förderverein finanzierte und organisierte Angebot von Veranstaltungen, die der Träger nicht leisten kann, bis hin zu kleinen Aufmerksamkeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich freuen, wenn sie mal alle zum Eisessen eingeladen werden oder eine Eintrittskarte fürs Kino oder fürs Oskar-Frech-Seebad erhalten. Innerhalb dieses Spektrums finanziert der Förderverein die Bewohner mobilisierende Aktivitäten wie die Malgruppe, die Kochgruppe und ein Musikprojekt mit der Jugendmusikschule, sorgt für Wohlfühlatmosphäre innerhalb und außerhalb des Hauses durch die geschmackvolle Ergänzung des Mobiliars, durch die heimelige Ausstattung von Haus und Garten und durch die Anschaffung nützlicher Geräte und Verbrauchsgegenstände und organisiert und unterstützt im Haus stattfindende Feste. Und dabei ist es ein schöner Nebeneffekt, dass mittlerweile auch das Kulturforum den lauschigen Garten des Karlsstifts als Veranstaltungsort entdeckt hat.

Insgesamt hat der Förderverein laut Gisela Bauer in den zurückliegenden 20 Jahren 56 Veranstaltungen durchgeführt und sich finanziell in einer Größenordnung zwischen 150 000 und 200 000 Euro engagiert. Wobei die Vorstands- und Ausschussmitglieder auch mal gerne selber Hand anlegen, wie das Beispiel Ursula Russ zeigt, die sich regelmäßig darum kümmert, dass der Eingangsbereich jahreszeitlich geschmückt ist. Finanziert wird all das, was der Förderverein an „Plus-Geschichten“ (Pfarrerin Eisrich) ins Karlsstift einbringt, aus den vergleichsweise niedrigen Beiträgen der Fördervereinsmitglieder (20 Euro jährlich) – „Da müssen wir bald nachjustieren“, meint die Kassiererin –, aus Spenden und aus dem Erlös von Benefizveranstaltungen wie etwa dem jährlichen Weißwurstessen oder dem jetzt anstehenden Jubiläumskonzert (siehe Infobox). Aber natürlich wird vieles leichter machbar, wenn dem Förderverein beziehungsweise dem Karlsstift zwei größere Erbschaften überlassen werden, wie das in jüngster Zeit passiert ist.

 Alles was von Seiten des Fördervereins passiert, passiert in enger Abstimmung mit der auch dem Ausschuss angehörenden Heimleiterin Hannelore Gogolinski, die Dorothee Eisrich als „Meisterin des Jonglierens“ und als gute Seele eines Hauses bezeichnet, in dem 76 Bewohnerinnen und Bewohner in Dauerpflege leben und darüber hinaus in der Regel zwischen sechs und acht Tagesgäste betreut werden – von einem inklusive der hauseigenen Produktionsküche, die auch das Marienstift, das Stadthaus und das Essensmobil der Erlacher Höhe versorgt, insgesamt rund 90 Köpfe zählenden Team, zu dem auch zehn Pflege-Azubis aus aller Herren Länder gehören.

Fördervereinsmitglieder sind immer über alles informiertDeren Weg zu verfolgen und sonst immer über alles informiert zu sein, was im Haus so läuft oder was es an Problemen und gesetzlichen Veränderungen gibt, ist außer der Gelegenheit, sich ehrenamtlich für eine gute Sache engagieren zu können, ebenfalls ein Privileg der Fördervereinsmitglieder – und könnte vielleicht ein Anreiz sein, dem Förderverein beizutreten. „Bei uns gibt es nichts Anonymes und nichts Verstecktes“, sagt Hannelore Gogolinski und betont, dass im Förderverein genauso wiebei den Mitarbeitern und bei den Bewohnern niemand nach der Konfession fragt. „Diakonie lebt vom Tun und nicht von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirche“, sagt auch Pfarrerin Dorothee Eisrich.

Zum Jubiläum: Konzert des Posaunenchors

Festliche Posaunenchorklänge gibt es am Sonntag, 13. Oktober, um 19 Uhr in der Stadtkirche zu hören. Der Posaunenchor des CVJM Schorndorf lädt ein zu seinem alljährlichen großen Benefiz-Bläserkonzert – in diesem Jahr anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Fördervereins Karlsstift.

Unter der Leitung von Sophie Pope erklingt Bläsermusik aus mehreren Jahrhunderten und verschiedener Stilrichtungen. So stehen Choralbearbeitungen und -fantasien sowie Bearbeitungen von Kantaten auf dem Programm, aber auch Gospelmusik, Ragtime und freie Bläsermusik des 21. Jahrhunderts sowie Musik für Bläser und Orgel.

Als besonderer Höhepunkt anlässlich der Remstal-Gartenschau erwartet die Besucherinnen und Besucher die neu für Bläser komponierte Blumen-Suite „Flowers“ der Dirigentin Sophie Pope.

Durch das Konzert führt Pfarrerin Dorothee Eisrich, an der Orgel musiziert Phil-David Hettinger.

Der Eintritt ist frei, um Spenden für den Förderverein Karlsstift wird gebeten.

 

©️ Schondorfer Nachrichten; Foto: Benjamin Büttner

 

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