Ein Gottesdienst und nicht nur eine Fernseh-Inszenierung

Stadtkirche war voll, obwohl der Sonntags-Gottesdienst live im ZDF übertragen wurde / Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf Zeit und Ewigkeit

. „Es ist schön, dass die Menschen ihn als Gottesdienst wahrgenommen haben und nicht nur als Inszenierung“, sagte Pfarrer Silke Stürmer aus dem Organisationsteam über den Gottesdienst in der voll besetzten Stadtkirche, der am Sonntagvormittag live im ZDF übertragen worden ist.

„Ich hätte etwas versäumt, wenn ich nicht dabei gewesen wäre“, war eine der positiven Rückmeldungen, die Silke Stürmer, die im Dekanat für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, nach dem Gottesdienst bekommen hat. Eine andere, dass die Stadtkirche wegen der intensiven Ausleuchtung für die Fernsehübertragung noch einmal ganz anders wahrgenommen wurde. Ein großes Kompliment macht die Pfarrerin, die selber auch Filmemacherin ist, den Fernsehleuten:. „Das Team hat es geschafft, die Beteiligten in sehr freundschaftlicher und wertschätzender Weise mitzunehmen.“

Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf dem Thema „Zeit und Ewigkeit“. Aufgehängt einerseits am großen Schorndorfer Sohn Gottlieb Daimler, der, wie Prof. Christof Wolfmaier in seinem Statement deutlich machte, die Grundvoraussetzung dafür geschaffen hat, dass heute vieles so schnell geht (mit dem Auto nämlich). Was aber im Idealfall auch wieder Zeit bringt für Gespräche und Begegnungen. Aufgehängt aber auch an der durch das von Ada Isensee gestaltete Fenster untermalten Geschichte von Mose und dem Dornbusch, über die Dekanin Dr. Juliane Baur predigte. Die Dekanin spannte in ihrer Predigt den Bogen von Zeit zu Ewigkeit und stellte mit Blick auch auf manche Alltagserfahrung, die sie selber und andere schon gemacht haben: „Mein Leben, meine Lebenszeit sind durchdrungen von etwas Großem, Größeren“. „Wie geht das, offen und mit wachen Sinnen eine neue Sicht auf meine Lebenszeit zu gewinnen?“, hatte Stadtkirchen-Pfarrerin Dorothee Eisrich eingangs gefragt. Den Versuch einer Antwort hatten im weiteren Verlauf des Gottesdienstes Silke Stürmer, Pfarrer Steffen Kläger-Lißmann und der Vorsitzende der Bezirkssynode, Matthias Eisenhardt, mit einer von Silke Stürmer geschriebenen Sprechmotette zu Prediger 3 „Alles hat seine Zeit“ – mit den zwei Polen „Ich hab’ gar keine Zeit“ und „Gott hat Zeit“. Ewigkeit sogar.

Musikalisch mitgestaltet wurde der Fernsehgottesdienst von Hannelore Hinderer an der Orgel, durch kleine Improvisationen von Piano und Kontrabass und vom jungen Ensemble „Vokalklang“ aus Stuttgart – und anderem mit einem feierlichen „Heilig, heilig, heilig“ von Franz Schubert, das nicht nur für Dekanin Baur ein besonderer Moment in diesem außergewöhnlichen Gottesdienst war.

 

© Schorndorfer Nachrichten, Foto: Gaby Schneider

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