Mit den Turmbläsern auf den Kirchturm

Schorndorfer Nachrichten, 2017-06-23: Und vorher eventuell ein Frühstück im Café Mack, wo es jeweils am Sonntag auch die Tickets zu kaufen gibt

Schorndorf. Ein bisschen Geld für die Dachstuhlsanierung soll natürlich auch zusammenkommen, aber in erster Linie verfolgt der Kirchbauverein seinem Vorsitzenden Prof. Dr. Christof Wolfmaier zufolge mit seinem Konzept „Turmbläserfrühstück“, das am Sonntag, 25. Juni, startet, das Ziel, sich wieder stärker ins Gespräch zu bringen und für neue, vor allem auch jüngere Mitglieder attraktiv zu werden.

Mit der Idee von Turmbläser Dietmar Schurr, dass in Verbindung mit einem Frühstück im Café Mack ein Ticket für einen Aufstieg auf den Kirchturm mit den Turmbläsern vom CVJM-Posaunenchor erworben werden kann, sind Christof Wolfmaier und sein Stellvertreter Manfred Wünsche konfrontiert worden, kaum dass sie im Oktober 2016 zum neuen Vorstandsduo des Kirchbauvereins gewählt worden waren. Jetzt wird’s, wenn auch in modifizierter Form, konkret: Am kommenden Sonntag, 25. Juni, um 10.45 Uhr – Treffpunkt ist am kleinen Törle – haben erstmals maximal 20 Personen Gelegenheit, gemeinsam mit den Turmbläsern den Kirchturm der Stadtkirche zu erklimmen und sich, um 11 Uhr oben angekommen, mit einem besondern musikalischen Hörerlebnis und einer tollen Rundumaussicht belohnen zu lassen.

Auch ohne Frühstück ist der Erwerb einer Karte möglich

Die Karten zum Preis von zehn Euro gibt es im Café Mack, und zwar nur am jeweiligen Sonntag von 8 Uhr an. Idealerweise nach vorheriger Einnahme eines Frühstücks, was aber entgegen der ursprünglichen Planung nicht zwingend ist. Vielmehr hat das Café Mack die Eintrittskarte mit einer Bonuskarte kombiniert, deren Einlösung beim nächsten Einkauf oder Frühstück zehn Prozent Rabatt bringt. Was aber umgekehrt auch bedeutet: Wer am Sonntagmorgen eine Karte für die Turmbesteigung erwirbt und den Erwerb des Tickets mit einem Frühstück verbindet, kann die zehn Prozent Rabatt auch gleich einlösen. Und dann wär’s ein echtes Turmbläserfrühstück, wobei Andreas Mack und sein Team davon abgesehen haben, ein spezielles Turmbläserfrühstück zu kreieren. Dazu, so Mack, seien die Geschmäcker und die Erwartungen an ein sonntägliches Frühstück denn doch zu verschieden. Ob mit oder ohne Frühstück: Wer früh dran ist am Sonntag, hat die besten Chancen, ein Ticket zu ergattern. Maximal 20 werden an den jeweiligen Sonntagen verkauft, und wer zu spät dran ist, muss es an einem der darauffolgenden Sonntage wieder aufs Neue versuchen. Denn zumindest vorläufig ist von Seiten des Kirchbauvereins nicht daran gedacht, Tickets schon vor dem jeweiligen Sonntagmorgen anzubieten. Wenn also ein Mensch einen anderen mit einem Turmaufstieg überraschen will, dann braucht’s zum einen Spontaneität und zum anderen auch etwas Glück.

Kirchbauverein soll „ein frischeres Antlitz“ bekommen

Gleichwohl ist Christof Wolfmaier davon überzeugt, dass das Konzept ein Renner – zum Beispiel auch bei Kleingruppen, die sich am Sonntagvormittag zu einer Stadtführung treffen – werden könnte, von der alle einen Nutzen haben: die Stadt Schorndorf, die um eine Attraktion reicher wird, der Posaunenchor, der die 1792 begründete Tradition auch optisch erfahrbar machen kann, der Kirchbauverein, der, so sagt es Christof Wolfmaier, durch diese Aktion „ein frischeres und attraktiveres Antlitz“ und hoffentlich auch ein paar neue Mitglieder bekommen soll (der Mitgliedsbeitrag beträgt gerade mal 20 Euro jährlich), die Firma Mack durch einen zusätzlichen Werbeeffekt und nicht zuletzt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Kirchturmbesteigung, die sich auf einen abenteuerlichen Aufstieg, auf eine schöne Aussicht, auf ein besonderes musikalisches Erlebnis und auf die Begegnung und das Gespräch mit interessanten Menschen freuen dürfen.

Was den Kirchbauverein betrifft, der sich für diese Aktion die Stadtkirchengemeinde mit ins Boot geholt hat, so ist der nach Einschätzung seiner beiden Vorsitzenden durchaus etwas in die Jahre gekommen und bedarf dringend einer Blutauffrischung. Zum einen, weil die Mitgliederzahl gesunken ist - von ehedem 330 auf jetzt noch 280 – und weil die Mitglieder natürlich auch nicht jünger werden. Und weiteres Geld kann der Kirchbauverein natürlich auch gebrauchen. Schließlich steht mit der Dachstuhlsanierung, deren Kosten, grob geschätzt, bei 300 000 Euro liegen dürften, das nächste größere Projekt an, das auch den Verein fordert. Wolfmaier und Wünsche haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, zehn Prozent der Kosten aus Spendengeldern, Mitgliedsbeiträgen und Einnahmen aus Aktionen wie dem Turmbläserfrühstück zu finanzieren.

 

© Schorndorfer Nachrichten, Foto: Ralph Steinemann

 

 

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