Mit Kunst ins Lutherjahr

Schorndorfer Nachrichten, 2017-02-22:Bildhauer schaffen Arbeiten für die Außenmauern der Schorndorfer Stadtkirche – Enthüllung am 1. April

Schorndorf. Bürger von Schorndorf haben wieder Grund, erhobenen Hauptes durch die Stadt zu gehen. Man sollte den Blick schon heben, um dessen gewahr zu werden, was sich ab 1. April, sicher kein Scherz, an den Außenmauern der hohen Schorndorfer Stadtkirche tut. Dieser Tage wurden die Plätze, die Nischen, schon mal besetzt, aus denen dann die Kunst künden wird. Die moderne, aktuelle, gegenwärtige. Der Hubwagen war da, um Halterungen anzubringen, manch Werk ist auch schon eingesetzt. Verhüllt noch mit einer orangefarbenen Plane.

Die Bürger von Schorndorf dürfen gar die Nase hoch tragen. Ihnen sei gesagt, dass es mancherorts zwar viel Kunst und noch mehr Kunstwillen in den Kirchen gibt. Aber nicht solch ein Projekt, das sich am Gotteshaus außen abspielt. Mit stummen Wächtern, engagierten Anklägern, symbolischen Einmischungen ins Schlechte dieser Welt und zeichenhaften Anrufungen des Guten. Idee und Ausführung, fast ausschließlich: Ursula Quast, Schorndorfer Bürgerin und Mitarbeiterin dieser Zeitung.

Sie war es, die Geist und Kapital nach Schorndorf gelenkt hat. Was anfangs unmöglich erschien, so aus dem Stand heraus große Namen und auch Geldgeber zu bekommen, nimmt nun Gestalt an in Form von 13 Beiträgen. Einige Lieferanten kommen aus der Gegend (Hardy Langer, Alfons Koller, Britta Ischka), haben nicht nur einen regionalen Ruf (wie etwa Gerda Bier, Schwäbisch Hall), eilen von weit weg her (etwa Matthias Stuchtey oder Andreas Schmidt, beide Berlin), haben staatliche Stipendien in der Tasche (etwa Josefh Delleg, Göttingen, oder Thomas Putze, Stuttgart). Und von keinen lässt sich sagen, dass er der typische Kirchenkünstler ist und deshalb erwählt wurde.

Denn die Jury erkannte den wahrlich nach außen gerichteten Zweck dieser Installationen am Gottesbau. Universalistisch-aktuell, so etwa lautete der Arbeitsauftrag. Sieben Jury-Mitglieder sicherten die Qualität. Darunter Prof Thomas Erne, bestallt als Kirchenkunstspezialist, was ihn prompt weit ausschreiten lässt in eben nicht zweckgebundene Gefilde. Die Hausherrin, Pfarrerin Dorothee Eisrich, ist vertreten. Auch Karl-Ulrich Nuss ließ sich rufen. Und allen geht es so wie Dorothee Eisrich, die schon mal Augenschein nahm von den Arbeiten an „ihrem“ Bau.

Sie freut sich unbändig auf das, was am 1. April feierlich enthüllt wird: „Mein Herz lacht. Ich finde das Ganze super spannend. Ich bin gespannt auf die Reaktionen, was das für Begegnungen auslöst. Für mich lebt das hier, die Kirche lebt.“

Schauen wir höher strebend auf.

 

© Schorndorfer Nachrichten, Foto: Gaby Schneider

 

 

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