Mit Mehl bestäubt für den guten Zweck

Schorndorfer Nachrichten, 2016-12-05: Bei der Aktion „Konfis backen Brot für die Welt“ arbeiten Konfirmanden in der Backstube Weigele mit

Schorndorf. Das Erinnerungsfoto, das Pfarrer Steffen Kläger-Lißmann von seinen Konfirmanden macht, als alle Brote auf der Folie liegen und nur noch gebacken werden müssen, ist selbstredend: 14 Jugendliche, über und über mit Mehl bestäubt, lachen in die Kamera. Die weiß gepuderte Kleidung, lustige Teigtupfer auf der Nasenspitze und Mehlstaub in den Haaren haben sie sich beim Brotbacken für einen guten Zweck in der Backstube Weigele geholt.

Dass die 14 Konfirmanden einen riesigen Spaß am Selbstbacken haben, ist ihnen, umgeben von Mehl und Teig, auf zehn Meter Entfernung anzusehen: Sie ziehen mit den Händen große Teigstücke wie ein Akkordeon auseinander, langen mit ihren knetenden Händen tief in den weichen Teig und bepudern Arbeitsplatte, Handwaage und zum Schluss auch sich selbst mit Mehl. Überall staubt’s.

Pfarrer Steffen Kläger-Lißmann spricht die Jugendlichen liebevoll mit „Mehlmonster“ an. Kein einziger Jugendlicher sieht so aus, wie eine Stunde zuvor, als sie die Backstube betreten und sich von Bäckermeister Harald Weigele ihre Aufgabe erklären lassen.

Arbeitsbegierig stellen sie sich rund um die große Teigschüssel auf, in der Harald Weigele die abgewogene Menge Hefe, Kartoffelmehl, Kümmel, Salz und Mehl für sein altdeutsches Bauernbrot mit der Hand mischt. Wenige Minuten später landet eine Ladung des Teigs frisch aus der Knetmaschine auf den Arbeitsplatten.
Das Brot ist lebensnotwendig und „Symbol für das Leben“

Gekichere am Teigtisch von Uschi, Mareike, Selina und Annika. „Mach’ mal so, du hast da ein bisschen was an der Backe“, weisen sie sich auf die Spuren der Handarbeit hin. „Ich würde gern mal im Teig baden“, meint Mareike. „Ich will abwiegen“, informiert Uschi die anderen und belegt die Handwaage, denn das liegt ihr.

Routiniert geht sie mit dem Teigtrenner um und formt mit der mehlbestäubten Hand Teiglinge zu je 600 Gramm. „Bei der Oma backe ich auch, von ihr kenne ich es“, meint sie.

Die Zwillingsschwestern Mareike und Annika entdecken die Klebereigenschaften von Natursauerteig. „Es bäppt, vor allem, wenn man kein Mehl mehr hat“, meinen sie und strecken ihre Hände aus. Zwischen den Fingern kleben Teigreste.

Mit dem selbstgebackenen Brot helfen die Konfirmanden, dass sich Kinder in armen Ländern ihr Brot selbst verdienen können. Im Konfirmandenunterricht hat ihnen Pfarrer Steffen Kläger-Lißmann alles zum Brot erklärt, dass es lebensnotwendig ist, dass es ein Symbol für das Leben ist, auch dass schon in der Bibel Jesus als „das Brot des Lebens“ thematisiert wird.

„Brot umfasst mehr als das Grundnahrungsmittel“, bringt Kläger-Lißmann das Projekt „Konfis backen Brot für die Welt“ nahe. Nach dem Gottesdienst am zweiten Advent, den die Konfirmanden gestalten, geben sie ihre selbstgebackenen Brote gegen eine Spende an die Kirchenbesucher ab.

Das gesammelte Geld fließt in drei Projekte, die die Lebenschancen Jugendlicher in Ghana, El Salvador und Albanien verbessern. Sie freue sich, dabei mitzuwirken, erzählt Mareike. Sie ist sicher, dass kein Brot übrigbleibt. „Wir bekommen bestimmt alle los, denn es ist etwas Schönes, dass das Geld gespendet wird.“

© Schorndorfer Nachrichten, Foto: ZVW

 

 

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