Mitreißender Gospel für guten Zweck

 ZVW, 2016-01-08:Gut 1000 Besucher beim Benefiz-Konzert des „Jesus-Treff-Gospel“-Chors in der Stadtkirche / Spenden für „Kinderreich“

 

Schorndorf. Was für ein mitreißendes Konzert! In der voll besetzten Stadtkirche brachte der Stuttgarter „Jesus-Treff-Gospel“-Chor mit einer famosen Begleitband das Publikum zum Stehen und begeisterten Mitklatschen. Und das alles für einen guten Zweck. Die Spendeneinnahmen kommen dem Projekt „Kinderreich“ für bedürftige Kinder und Jugendliche im Rems-Murr-Kreis zugute.

So ein Gospel-Konzert ist immer beides: sowohl Unterhaltung als auch Gottesdienst. Mit einem stimmungsvollen „We worship You, our Lord“, begannen denn auch beschwörend-schmeichelnd mit warmem Sound die etwa 50 Sängerinnen und Sänger ihr bewegt-bewegendes Programm in der Stadtkirche. Dabei imponierte nicht nur die dynamische Klangbrillanz des Chores, sondern auch der differenzierte, wohlig satte Sound der virtuosen kleinen Begleitkapelle, die mit allen musikalischen Wassern der Pop-, Soul- und Gospelgeschichte gewaschen war.

Mit groovendem Swing das Lied „Call me“, bei dem hinreißende Trompeten und Saxofonsoli aufhorchen ließen und das Publikum, wie noch oft an diesem Abend, entzückten, ja zu Sonderapplaus verführten. Abwechslungsreich auch die verschiedenen Stimmfarben der unterschiedlichen Solosänger des Chors. Und vor allem war da zu sehen und hören, wie viel Spaß und Freude die Chormitglieder selbst am Singen hatten. Das übertrug sich aufs Publikum. Gospel ist trotz aller Widrigkeiten des Lebens vor allem eine Frohe Botschaft!

„Gospel sind gesungene Gebete“, erklärte denn auch Chorleiter Christoph Gärtner und warb in der ehrwürdigen Stadtkirche mit der „tollen Kirchenmusikdirektorin und ihrem Orgelspiel“ um Verständnis dafür, dass Gospel eben „Popularmusik und verstärkte Musik“ sei. „Ich wünsche mir, dass ein guter Spirit da ist, dass Sie sich öffnen.“ Und so geschah’s auch.

In einem Gospel war sogar eine Hip-Hop-Einlage integriert

„In the spirit of the Lord, I will dance like David danced“ hieß es dann im nächsten Gospel, in den sogar eine Hip-Hop-Einlage integriert war – und es funktionierte. Jubel im Publikum. „Draw me close to You“ sang danach wünschend der Chor und hörbar wurde dabei die große Sehnsucht nach einer umfassenden Harmonie, die sich durchgehend in diesen Liedern ausdrückte.

In einem sehr offenen Teil des Konzerts sprachen einige Chormitglieder aber auch von ihren Zweifeln und der Klage über die Welt. „Ich wurde enttäuscht von Menschen und betrogen“, bekannte einer. „Ich fühle eine Angst und Unruhe in mir, deswegen möchte ich dich bitten, dass du mir eine liebevolle, diplomatische Art gibst“, bat ein anderer. Es geht darum, von Gott persönlich gemeint zu sein. „Jesus, ich vertraue darauf, dass du den allerbesten Plan für mein Leben hast“, war die Hoffnung einer der Sängerinnen.

Rhythmisches Herbeistampfen der Aufmerksamkeit Gottes für das Leid

Und so wurde ein dunkles, wohl alle berührendes Lied angestimmt mit der Bitte „Heal the things, that broke apart“, „heile die Dinge, die zerbrochen sind“. Darauf folgte der tiefschwarze Klassiker „Nobody knows the trouble I’ve seen“, der sich zu einem immer schneller werdenden Tempo steigerte und mit einem fast ekstatischen Erlösungsstampfen die Aufmerksamkeit des Allmächtigen herbeizurufen suchte. Ein Lied über das „Außer-Sich-Geraten“ aus lauter Leid, das für auch das Publikum erfassenden Be-Geisterung sorgte.

Für Stimmung sorgte auch die beeindruckende Laser-Licht-Show, die das Kirchenschiff in leuchtend warme Farben tauchte und Sterne an die Wände warf. Die traditionelle, sakrale Altarkerze als ruhig flackerndes Licht-Symbol der Auferstehung und des Triumphes über den Tod, hier wurde sie ersetzt durch das künstliche High-Tech-Strahlen der Laserkanonen. Aber war das im Mittelalter durch Glasmalereien gefilterte Sonnenlicht, das als farbiger Geiststrahl in die Kirche leuchtete, etwas anderes?

So steigerte sich das Konzert immer mehr zu einem hymnisch mitreißenden Gottesdienst, „we lift our hands, to give You the glory“, der die Hörer mit seinem freudigen Drive zu entzücken wusste.

© Schorndorfer Nachrichten, Foto: ZVW

 

 

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