Trickfilm soll fehlende Spenden eintreiben

ZVW, 2013-06-14: „Dein Werbespot für die Stadtkirche“: Juliana Marquarth, Lena Siegle und Vanessa Gunesch haben den Siegerfilm gedreht

Schorndorf. 1,7 Millionen Euro soll die Innenrenovierung der Stadtkirche kosten. Der Großteil der Summe ist über Spenden gedeckt. Ein Kinowerbespot soll jetzt dafür sorgen, dass auch die fehlenden 200 000 Euro noch zusammenkommen. Den Trickfilm, der bald regelmäßig im Traumpalast zu sehen ist, haben drei Schorndorfer Mädels gedreht – und sich damit im Wettbewerb gegen 16 andere Filmemacher durchgesetzt.
 
Dass sich so viele Filmemacher für die Stadtkirche starkmachen würden, daran hätte Dekan Teich nicht im Traum gedacht, als er eines Tages zu Traumpalast-Chef Heinz Lochmann nach Rudersberg gefahren war, um ihn für seine Spendensammel-Aktion zu gewinnen. Zwei Angebote konnte Lochmann ihm machen: Zunächst ein „Life of Pi“-Filmabend zugunsten der Stadtkirchenrenovierung. Und dann kam auch bald die Sprache auf einen Filmwettbewerb, für den – als Spendenaufruf für die Stadtkirche sozusagen – 30-Sekunden-Streifen gedreht werden sollten. Und da die Kinotechnik im Traumpalast im Moment sowieso digitalisiert wird, nicht mal im aufwendigen 35-Millimeter-Format.
 
Von direkten Aufrufen mit der Stadtkirche im Spot über unterhaltsame Drehbuchgeschichten bis zu aufwendig produzierten Zeichentrickfilmen – von der Vielfalt der 17 eingereichten Filme war die Jury begeistert, in der außer Heinz Lochmann und Dekan Volker Teich weitere Vertreter der Kirche, der Stadt, der Schorndorfer Werbeagentur Joussen-Karlizcek und der Schorndorfer Nachrichten saßen. Thomas Fuchsloch, Pfarrer an der Versöhnungskirche, bezeichnete sie gar als „global-galaktisch“ und Elisabeth Berner, Pfarrerin an der Stadtkirche, als „ganz großes Kino“.
 
Letztendlich aber bekam die Jury nach einer ersten Vorauswahl doch nur fünf der 17 Spots auf der Großleinwand zu sehen: Ein Kostenvergleich mit den Großprojekten Elbphilharmonie, Berliner Flughafen und Stuttgart 21 von Marius Richter, ein aufwendig gezeichneter Trickfilm von Matthias Bauer, ein Rolltreppen-Clip von Benny Huber, eine filmisch geraffte Wachsmalkreidenzeichnung vom CVJM-Team „Jump“ und ein Legetrickfilm von Juliana Marquarth, Lena Siegle und Vanessa Gunesch.
 
Und gerade dieser Spot der drei Schorndorfer Mädels hat die Jury am meisten überzeugt: Wie zur maroden Stadtkirche ein Handwerker im Kran gekarrt wird und dann alles wieder heil macht, dafür gab’s die meisten Punkte – und als Gewinn 50 Freikarten fürs Kino. Matthias Bauer landete mit seinem Trickfilm, in dem er die undichte Stadtkirche mit einem Schwimmbad vergleicht, auf Platz zwei und bekam 25 Freikarten überreicht. Auf Platz drei kam Benny Huber mit seinem Rolltreppen-Hilfeschrei und auf Platz vier das „Jump“-Team, vor Marius Richters Großprojekt-Vergleich.
 
Doch leer ging letztendlich kein Wettbewerbsteilnehmer aus: Von der Kirchengemeinde gab’s ein süßes Trostpflaster und von Heinz Lochmann – spontan aus der Hand – für jeden eine Freikarte für den Traumpalast. Jetzt wird der Siegerfilm noch fürs Kinoformat bearbeitet und vom Ton „sauber abgemischt“, kündigt Lochmann an. Und eines braucht der Spendenaufruf natürlich auch noch: Mehr Zeit, damit die Kontonummer des Kirchbauvereins länger als ein paar Sekunden zu sehen ist.
 
Info
 
Wer für die Innenrenovierung der Stadtkirche spenden möchte, kann dies natürlich auch so tun. Der Kirchbauverein hat bei der Kreissparkasse Waiblingen, Bankleitzahl 602 500 10, ein Spendenkonto eingerichtet, Kontonummer 52 660 07.

 

© Schorndorfer Nachrichten, Foto: ZVW

 

Anmerkung Stadtkirchengemeinde:

1 Preis1. Platz: „Bagger bringt Farbe in die Stadtkirche“ (von Juliana Marquardt, Lena Siegle und Vanessa Gunesch, 15 Jahre alt) Die Renovierung der Stadtkirche im Zeitraffer. Juliana, Lena und Vanessa haben sich die Mühe gemacht, aus unzähligen Einzelbildern eine Geschichte zu erzählen. Aus der Stadtkirche Schorndorfs entsteht nach den Gewitterwolken der Renovierung ein bunt-strahlendes Kirchengebäude.

 

 

2 Preis2. Platz: „Wir brauchen kein Schwimmbad“ (von Matthias Baur, 14 Jahre alt) Ein gelungener Zeichentrickfilm mit Witz präsentiert Matthias Baur. Dass die Stadtkirche saniert werden muss, merkt man spätestens, wenn das Wasser von der Decke tropft. Mit viel Witz wirbt er dafür, dass die Kirche nicht zum Schwimmbad wird. Und natürlich ist alles selbst gezeichnet.

 

3 Preis3. Platz: „Wo Hilfe wirklich wichtig ist“ (von Benny Huber, 16 Jahre alt) Das könnte jedem passieren: Eine Situation, in der plötzlich gar nichts mehr geht. Benny Huber zeigt uns mit Witz und Humor, wo helfen wirklich nötig ist und wo vielleicht auch nicht unbedingt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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