Apfelernte

Wenn man an einem sonnigen Herbsttag an einer Streuobstwiese vorbeikommt, funkeln sie einem entgegen, herrlich leuchtende Äpfel. An den Bäumen lehnen Leitern, fleißige Obstbauern legen ihre Ernte in Holzkisten oder in großen Mengen gleich in einen PKW-Anhänger, um sie zum Mosten zu bringen. In wilder Form gab es Äpfel schon in der Steinzeit, aber seit der Antike werden Apfelbäume kultiviert und veredelt. Äpfel sind heute die am meisten züchterisch bearbeitete Obstart und es gibt sie in tausenderlei Sorten auf der ganzen Welt. Und natürlich gibt es unzählige Geschichten rund um die süßsäuerliche Frucht. Aphrodite erhielt den Apfel als Sinnbild der Liebe und Schönheit, in der Schöpfungsgeschichte wird er als Mittel der Verführung eingesetzt, er ist ein Symbol für Fruchtbarkeit, aber auch für herrschaftliche Macht, sichtbar am Reichsapfel im Mittelalter. Das englische Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away.“ verweist auf seine gesundheitsfördernde Kraft. Und was gibt es Schöneres als Apfelkuchen mit Schlagsahne nach einem langen Spaziergang?

Ich wünsche Ihnen eine behütete Woche.

Ihre Heike Kistner
1.Vorsitzende des Kirchengemeinderates