Vier weitere Tafeln für die Stadtkirche

Schorndorfer Nachrichten, 2018-09-13: Damit dürfte die „gewisse Spendenmüdigkeit“ (Kirchbauvereinsvorsitzender Christof Wolfmaier) überwunden sein

Schorndorf. Nach der Innensanierung der Stadtkirche, die rund 3,5 Millionen Euro gekostet hat und laut Christof Wolfmaier ein „großer Meilenstein in der Geschichte der Stadtkirche“ war, ist eine „gewisse Spendenmüdigkeit“ eingetreten. Auch diese Formulierung stammt vom Vorsitzenden des Kirchbauvereins. Dank der Familien Nürk, Riess, Steeb und Ziesel dürfte sie jetzt aber der Vergangenheit angehören.

Denn sie haben eine rund zehn Jahre alte Tradition wieder aufleben lassen und Bronzetafeln für den Erhalt der Stadtkirche gespendet. Sie wurden jetzt in einer feierlichen Zeremonie in die Kirchenmauer eingelegt. Außerdem gab es bei diesem Akt, der vom Posaunenchor des CVJM musikalisch umrahmt wurde, von der Palm-Stiftung einen Scheck über 10 000 Euro.

Dekanin Dr. Juliane Baur sprach von einem „feierlichen Anlass“, wenn wieder einmal einige Stadtkirchengedenktafeln eingesetzt werden. Einen guten Zweck unterstützen und die Möglichkeit erwerben, einem wertgeschätzten Menschen ein ehrendes Andenken zu stiften, das sei beides zugleich möglich durch die Stadtkirchen-Gedenktafeln. Viele Menschen oder auch Firmen hätten diese Möglichkeit bereits genutzt, sei es in ganz schlichter Form, sei es durch filigrane bildliche Darstellungen von Logos oder Wappen. Sie freue sich „sehr, dass wir uns heute hier versammeln können, um weiteren vier solcher individuell gestalterer Tafeln einen auf Dauer angelegten Erinnerungsort geben zu können.

„Teilweise ganz erhebliche Spende an den Kirchbauverein“

Die Familien Türk, Riess, Steeb und Ziesel, denen die Dekanin herzlich dankte, hätten sich entschieden, eine Bronzetafel zu erwerben und so dauerhaft an Menschen zu erinnern, die ihnen wichtig seien - und dies zu verbinden mit einer „teilweise ganz erheblichen Spende“ an den Kirchbauverein, „der sich in besonderer Weise für den Erhalt der Stadtkirche einsetzt“.

Dekanin Dr. Baur sagte weiter, ein gemeinsames Anliegen verbinde alle, die heute hier seien, und darüber hinaus viele andere Menschen: der Erhalt dieser Kirche. Die Stadtkirche sei nicht nur ein Kulturdenkmal, das einen bedeutenden Schatz architekturhistorischer Traditionen bewahre, sie sei nicht nur ein beeindruckender Beleg dafür, „wie optimistisch und groß die Menschen früherer Zeiten dachten, als sie es wagten, eine so große Kirche zu bauen“, sie sei nicht nur stadtbildprägend und anziehend für Touristen, die Schorndorf besuchen, „sondern die Stadtkirche ist ein Ort der Begegnung, des Feierns, der Stille, der Begleitung an Übergängen im Leben, der Erfahrung der Verbindung untereinander, des Spürens der Gegenwart Gottes“.

Christof Wolfmaier, seit 2016 Vorsitzender des Kirchbauvereins, sagte, nach der Innensanierung (inklusive der grundlegenden Sanierung der Orgel) sei der Fortbestand des Kirchbauvereins auf dem Prüfstand gewesen. Beispiele anderer Kirchbauten hätten dann aber die Entscheidung bestätigt, die lautete: Den Kirchbauverein gibt es weiterhin. Dabei habe auch eine große Rolle gespielt, dass in Schorndorf der Wille zur Unterstützung des Kirchbauvereins groß sei. Außerdem stehe mit der Dachstuhlsanierung sowie kleineren und größeren Sanierungsmaßnahmen erneut eine Aufgabe an, die gestemmt werden wolle. Kosten in Höhe von rund 400 000 Euro stünden da im Raum. Notwendig seien 200 000 Euro an Eigenmitteln, sonst gebe es keine Zuschüsse. Und ohne die seien die Sanierungsmaßnahmen nicht durchführbar.

Nach Wolfmaiers Ansicht hat die Entscheidung für eine Tafel „nichts mit Stolz“ zu tun. Vielmehr zeigten die Tafeln Dankbarkeit für ein gelungenes Leben, Dankbarkeit für eine lange Familien- beziehungsweise Firmenpräsenz in der Stadt, Dank an verdiente Persönlichkeiten, sie seien Erinnerungstafeln und Vermächtnisse, vor allem aber „ein Bekenntnis zur Stadtkirche und deren Bedeutung“.

Im Zusammenhang mit der 10 000-Euro-Spende der Palm-Stiftung (Prof. Ulrich Palm, Vorsitzender des Stiftungsrats dieser Stiftung, nahm an der Legung der vier Bronzetafeln teil) erinnerte Wolfmaier an die Stiftungsgründer Dr. Maria und Johann-Philipp Palm. Er selber habe gute Erinnerungen an diese beiden Persönlichleiten. Sie seien „Vorbilder in gesellschaftlichem Engagement, tugendreichem Fleiß und christlicher Lebensweise“. Beide seien oft in der Kirche zu Gast gewesen – „die Kirche war die geistliche Heimat“. Insofern sei die Spende „ganz sicher im Sinne der Stiftungsgründer“.


© Schorndorfer Nachrichten, Foto: Benjamin Büttner

 

 

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